picnic concert series for experimental music
Paretzer Field Music is a picnic concert series in Paretz in Havelland. Events with concert installations, improvised and new music take place there between May and September. Visitors are invited to bring their own picnic blankets and baskets. Seasonal products from the neighbouring gardener CAROMATISCH will also be on offer.
How to get there: please scroll down
Picknickkonzerte mit aktueller Musik
Paretzer Field Music ist eine Picknickkonzertserie in Paretz im Havelland. Zwischen Mai und September finden dort Veranstaltungen mit Konzertinstallationen, improvisierter und Neuer Musik statt. Die Besucher*innen sind eingeladen Picknickdecken und – körbe selbst mitzubringen. Es werden aber auch saisonale Produkte der angrenzenden Gärtnerei CAROMATISCH angeboten.
Wegbeschreibung: bitte nach unten scrollen
Archive:
Paretzer Field Music 2023
Paretzer Field Music 2024
Paretzer Field Music 2025
PARETZER FIELD MUSIC 2026


How to get there
Next to the gardener CAROMATISCH, across the Rosenvilla
Paretz-Hofer-Str.48, 14669 Ketzin: Google Maps From there follow the signs.
public transportation
There is the RE4 leaving from Berlin main station or Berlin Jungfernheide. Get off at Wustermark. Either take a bus (642 direction Ketzin) from there or you can take the RE 1 to Potsdam and take bus 614 from Potsdam main station (direction Gutenpaaren). Get off at SCHLOSS PARETZ. From there it is a 10 minutes walk. Both buses arrive around 3 pm. We will wait for you!
You also can take the bikes on the train and just bike from WUSTERMARK (approx. 30 minutes)
tickets: solidarity price system / donation basis / cash only
Wegbeschreibung:
Neben der Gärtnerei CAROMATISCH, gegenüber der Rosenvilla in Paretz
Paretz-Hofer-Str. 48, 14669 Ketzin: Google Maps
Von dort bitte der Beschilderung folgen.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Der RE4 nach WUSTERMARK fährt vom Berliner Hauptbahnhof oder von Berlin Jungfernheide ab. Von Wustermark fährt der Bus 642 (Richtung Ketzin).
Oder man fährt mit dem RE 1 nach Potsdam und nimmt vom Potsdam Hauptbahnhof den Bus 614 (Richtung Gutenpaaren). SCHLOSS PARETZ aussteigen, danach sind es ca. 10 Minuten Fußweg.
Um 15 Uhr kommt der Bus aus Potsdam an und kurz vor 15 Uhr kommt ein Bus in Paretz an – wir warten mit Beginn der Veranstaltung auf Ankömmlinge.
Mit dem Fahrrad fährt man ab Wustermark ca. 30 Minuten.
Tickets: Solidarisches Preissystem / Tickets auf Spendenbasis und nur bar und vor Ort
PROGRAMM
2. & 3. Mai 2026 – PARETZER FIELD MUSIC – Offene Ateliers Brandenburg
Samstag, 2.Mai: 14 – 19 Uhr
Soundwalks, Tuning-in Workshops, Eins-zu-Eins Konzerte mit Sabine Vogel
Tuning-in Workshops: 15 und 17 Uhr
‘Tuning-in’ beschreibt eine Praxis, bei der mit allen Sinnen der Ort, die Umgebung und auch die Mitspieler*innen wahrgenommen werden, um dadurch mit ihnen in eine Verbindung und Dialog gehen zu können.
Der Workshop beginnt mit Wahrnehmungsübungen und dann geht es darum einen Ort zu finden an dem man sich „eintuned“ und beginnt kreativ zu arbeiten. Das kann allein geschehen, aber auch in Partnerarbeit.

photo: © Cristina Marx / Photomusix
Sonntag, 3.Mai: 11-18 Uhr
Vogelwanderungen, Tuning-in Workshops, Soundwalks, musikalische Interventionen
von und mit
Meinrad Kneer Kontrabass, Vogelwanderungen
Sabine Vogel Flöten, Tuning-in
Vogelwanderungen: 11, 14 und 17 Uhr
Tuning-in Workshop: 12 Uhr


photos: © Cristina Marx / Photomusix
10.Mai 2026
CANTI DI GUERRA, DI LAVORO E D’AMORE
Silvia Tarozzi Gesang, Violine
Deborah Walker Gesang, Cello
Mit Sänger*innen des Amateurchors Ketziner Havelklänge
Silvia Tarozzi und Deborah Walker arbeiten seit Jahren an TranskripUonen und Neuinterpretationen traditioneller Volkslieder aus ihrer Heimatregion Emilia-Romagna in Italien. Diese Lieder stammen überwiegend aus dem frühen 20. Jahrhundert und der Zeit des Zweiten Weltkriegs, teils aber auch aus früheren Epochen. Überliefert durch mündliche Tradition, veränderten sich Melodien und Texte über die Jahre und passten sich verschiedenen sozialen und historischen Kontexten an. Ein zentraler Bezugspunkt ihres Projekts ist das Repertoire der “Mondine”, der Reisarbeiterinnen, deren Gesang durch polyphone Strukturen und große Ausdruckskrab geprägt ist. Während der Reisernte lebten und arbeiteten diese Frauen in Gemeinschaft, entwickelten ein umfangreiches Liedgut, das sowohl populäre Lieder als auch selbst verfasste Strophen und Melodien umfasste. Die stärkste Stimme übernahm die Solopartie, die anderen formten den Chor – ein lebendiges, kollekives Musikschaffen. Tarozzi und Walker übertragen dieses Erbe in eine heutige, experimentelle Klangsprache. Ihre Musik ist durchzogen von Dissonanzen, Geräuschhaftem und melodischen Fragmenten, die sich von der traditionellen Form lösen, ohne deren emotionale Tiefe zu verlieren. Dabei geht es nicht nur um musikalische, sondern auch um menschliche und soziale Geschichte: die Stimmen der Großmütter, erzählt und gesungen auf Dorffesten, in Schulen, bei Begegnungen mit Zeitzeugen, die vom Krieg und der Feldarbeit berichten. Heute, weit entfernt von jener Zeit, wollen Tarozzi und Walker die Erinnerung wachhalten. Sie beleben eine Tradition neu, durch eine persönliche, zeitgenössische Sprache. Inspiriert von der Kraft der Frauenstimmen und deren gemeinschaftlicher Erfahrung, schaffen sie ein emotionales Klangterritorium, in dem sich die Geschichte der Emilia-Romagna mit neuen Klangräumen und anderen Orten verbindet. Die beiden werden einen Workshoptag mit Sängerinnen des Amateurchors Ketziner Havelklänge aus Ketzin gestalten und mit ihnen 3-4 Lieder dieser Arbeiterinnen einstudieren, die sie dann gemeinsam mit Tarozzi und Walker aufführen werden.


photo:©Anna Niedermeier
ALBERO
Live-Klanginstallation
Marta Zapparoli Baumantenne, Antennen, Radios
Sabine Vogel Flöten, Windharfe, Glocken
Marta Zapparoli und Sabine Vogel arbeiten schon mit vielen Jahren zusammen, sowohl as Duo als auch in unterschiedlichen Projekten. Zapparoli ist dem Paretzer Feld sehr verbunden, da sie dort 2020 ihre ersten Experimente, Aufnahmen von Sternschnuppen, für ihr Projekt Voices of Stardust, gemacht hat. Zapparoli stammt, wie Walker und Tarozzi, auch aus der Region Emilio-Romagna und nutzt u.a. Bäume als Antennen, um Frequenzen und Klänge zu generieren, die sie dann als musikalisches Material in einer Zusammenarbeit mit Vogel einzusetzten. Bäume als Antennen zu nutzen ist eine Praxis, die während des 2. Weltkrieges häufig vom Militär in Kriegen genutzt wurde. Vogel und Zapparoli deuten dies um, die Baumantennen dienen nicht als „Tarnung“, sondern als Antennen sich mit der Natur und der Umgebung zu verbinden und durch sie wahrzunehmen, zu hören und Musik entstehen zu lassen.




photo left © Cristina Marx / Photomusix – photo right © Anke Phoebe Peters
14 Juni 2026
LONG THROW SERIES
Klanginstallation für Parabollautsprecher
von Anthea Caddy
THE INTERNATIONAL NOTHING
Too Small to Fail
Kai Fagaschinski Klarinette & Komposition
Michael Thieke Klarinette & Komposition
The International Nothing ist ein psycho-akustisches Klarinettenduo aus Berlin, das im Jahr 2000 von Michael Thieke und Kai Fagaschinski gegründet wurde. Gemeinsam komponieren sie vielschichtige Klangskulpturen. Multiphonics, Schwebungsfrequenzen und Differenztöne sind dabei integraler Bestandteil ihrer musikalischen Sprache. Beide Musiker sind als Improvisatoren bekannt, entwickeln und präsentieren in diesem Projekt jedoch ausschließlich eigene Kompositionen, die mit äußerster Liebe zum Detail und zur Präzision ausformuliert werden.
Bei der Paretzer Field Music spielen The International Nothing ihre neue Komposition “Too Small to Fail”. Zwischen 2023 und 2026 haben Fagaschinski und Thieke besessen an ihrem neuen Stück gearbeitet. Die beiden Klarinetten verschmelzen weiterhin zu einer komplexen Einheit. In ihrer Forschungsarbeit haben sie neue Nuancen und ungeahnte Wendungen ihrer Klangsprache aufgespürt.


photo: © Carlos Bustamante
5.Juli 2026
LEAM KOLLEKTIV (MEX/D)
Imagining Common Futures
Tania Rubio Keramikflöten, Elektronik
Fernando Domínguez Klarinette
Iván Manzanilla Perkussion
Sabine Vogel Flöten, Field Recordings
Das mexikanisch-deutschen LEAM-Kollektiv vergleicht mittels Klanggestaltung. Erfahrungen im Globalen Süden mit denen im Globalen Norden. Ausgangspunkt war das gekippte ökologische Gleichgewicht des Coatetelco Sees im Bundesstaat Morelos. Vorsichtige Eingriffe der ansässigen indigenen Fischercommunity konnten die Balance wieder herstellen. Aus den Erfahrungen mit dieser Situation entstand das musikalische Material für die Performance in Mexiko im Dezember 2025. Klangmaterial von dort wird nun auf die Klänge vor Ort des Paretzer Feldes treffen. Die Musiker*innen spielen live dazu und verweben ihre Erfahrungen und Erinnerungen, die sie gemeinsam an und um den See gemacht haben- neue Klänge entstehen und die Komposition verändert sich, gleicht sich den vorhandenen Gegebenheiten an. Das Projekt fördert eine neue Form von Experiment im 21. Jahrhundert, bei dem die ökologische Weltsicht neue musikalische Wege herausfordert.

photo: © Sabine Vogel


photo: ©Gilberto Ramírez


photo left: ©Cristina Marx /Photomusix – photo right: © Naim Manzanilla
NACHLEBEN MIT IKEA
Licht- und Klanginstallation
Udo Koloska
Bezugspunkt der Arbeit ist der großflächige Verlust von Wäldern im Harz und die damit verbundene Transformation des lokalen Ökosystems. Die Tonaufnahmen sind im Oberharz bei Schierke 2023/24 entstanden. Mittels spezieller Kontaktmikrofone werden die Klänge innerhalb der Stämme hörbar. Wie klingt eine sich wandelnde Landschab? Welche Stimmen tragen nichtmenschliche Akteure in sich? Die Installation widmet sich akustisch der Transformation des Harzes – einer Region, in der das großflächige Sterben der Fichten ein neues, unheimliches Klang- und Bildarchiv geschaffen hat. Ausgangspunkt der Installation sind Tonaufnahmen aus dem Inneren abgestorbener Bäume, aufgenommen im Oberharz bei Schierke (2023/24). Diese Klänge – das Knacken, Knistern und Arbeiten des trockenen Holzes – werden in Lichtsignale und elektrische Impulse übersetzt. Die hölzernen Elemente – Regalteile und Bauelemente der Möbelindustrie werden zu Resonanzkörpern eines Ökosystems, das sich transformiert. Sie verweisen auf komplexe Zusammenhänge aus Nutzung, Bewirtschabung und Ausbeutung, denen Wälder seit Jahrhunderten unterworfen sind. Die amorphe Klänge und das Leuchten der Glühlampen korrespondiert mit der komplexen, ob ungreifbaren Vernetzung ökologischer Prozesse. Udo Koloska forscht an der Schnittstelle von Soundart, Ökologie und spekulativer Ästheik. Die Installation ist Teil einer Reihe, die ausgehend vom Tonmaterial jeweils site-spezifisch neu entwickelt wird. Sie war schon in unterschiedlichen Versionen in Potsdam, Leipzig und letztens in der Elektro- Schaltwarte in Berlin Prenzlauer Berg zu sehen.


photos: © Udo Koloska
PARETZER FIELD MUSIC
artistic director: Sabine Vogel
project coordinator: Christin Eckart
flyer design: Lena Czerniawska
photo: Sabine Vogel
Projektträger: artifact e.V.
funded by /gefördert von


