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• phono_phono
Magda
Mayas: Klavier, Elektronik
Michael
Renkel: Gitarre, Elektronik
Sabine Vogel: Flöten, Elektronik

CD
phono_phono / reviews
Gegenwart
Von Stille ausgehend Musik organisieren
Stille ist körperlich
Reagieren :
nicht im improvisatorischen Sinn sondern nach Umberto Eco
in offener, mobiler kompositorischer Arbeit, diese geht über
die Dialektik von determinierter / nicht-determinierter Kompositionsweise
hinaus,
setzt dagegen individuellen klangfarblichen Einfallsreichtum
und Gruppenpräsenz, Ensembleklang der einer Trio-immanenten
sound-Ästhetik folgt, die in den Arbeitsphasen entsteht
und sich entwickelt.
An Stelle des systematischen Werks, das ein Objekt / Produkt
herstellt, tritt
Reproduktion der Unwiederholbarkeit,
Subjektivierung des Prozesses und Individualisierung der Klangfarbe
:
Der Mensch ist das System, die einzelne Biographie wirkt als
individuelle Musikgeschichte.
Eine Aneignung.
Das traditionelle Instrument-Timbre stellt eine Verbindung
zur Geschichte dar.
"Konkreter" Klangkörper wird in "abstrakte"
Elektronik übersetzt.
Das Trio geht spielerisch mit dieser Verwandlung von Präparation
und avancierter Spieltechnik in elektronische Verfremdung
um, so dass die Grenze zwischen rein akustischem Spiel und
Elektronik in den Übergängen verschwimmt.
Das Trio geht sensibel mit der Verwandlung von Präparation
des "konkreten" Klangkörpers und avancierter
Spieltechnik in "abstrakte" elektronische Verfremdung
um, sodass die Grenze zwischen rein akustischem Spiel und
Elektronik in den Übergängen verschwimmt.
Eine "morphische" Formgebung bringt klare Strukturen
hervor : Die gesamte Musik bezieht sich immer auf kleinste
Teile sodass kein stetiger Spielfluss entsteht sondern Blöcke,
Abschnitte die sich in ihren Entwicklungen steigern können,
dass sie gradezu ekstatisch / aggressiv wirken aber auch abstürzen
und abgründig in einem leisen vorher unhörbar existent
gewesenen Material enden - oder in Stille. In dem Schweigen
öffnet sich ein Raum, ein Körper, der nur dadurch
entstehen kann, dass vorher Klang präsent war. Die Intensität
wird nicht unterbrochen, die Stille ist hervorgebracht und
beeinflusst vom abwesenden Klang, sowie Klang beeinflusst
ist von Stille - sie setzt sich in ihm fort - beides zusammen
bildet die Gegenwart der Performance.
Durchlässige Körperlichkeit.
Dieser Ansatz will keine Bedeutungs - Eindeutigkeit erzwingen,
die Musik bleibt abstraktes Metaphysikum.
Das Zeitgefühl ändert sich, es entstehen individuell
interpretierbare Inhalte.
Das Postulat der Faßlichkeit wirkt formgebend, musikalisches
Verstehen und Interpretation der Anschauung musikalischer
Gestalten wird aber dem Zuhörer als integrativem Bestandteil
der Aufführung übereignet.
es werden Möglichkeiten vermehrt ... ja - vermehrt die
Möglichkeiten
!
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